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6 positive Aspekte über Sydney

Als ich vor sieben Wochen in den Flieger stieg hatte ich bereits eine kleine Vorstellung über die Stadt und ungefähr über das, was mich hier erwartet. Denn einmal hatte ich das Glück an der Stadtluft von Sydney und dem Leben hier ganz kurz zu schnuppern (mehr dazu hier).
Jedoch ist es natürlich ganz anders wenn man hier lebt, einen Alltag hat und täglich zur Arbeit geht, als wenn man sich nur eine Woche auf einer Geschäftsreise befindet. Hiermit möchte ich mit euch 6 Punkte teilen, die mir persönlich in den letzten Wochen positiv aufgefallen sind.

Wenn ihr mit dem Gedanken spielt für eine Weile hierher zu kommen, auszuwandern, zu arbeiten, etc., motivieren euch diese Aspekte vielleicht ein bisschen mehr dazu! 

#1 Menschen

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Die Australier sind unglaublich aufgeschlossene Menschen. Gleich an meinem ersten Wochenende hatte ich das Vergnügen mehrere Leute bei einem Brunch im Haus von Freunden kennenzulernen. Das ging wirklich sehr leicht von der Hand, denn man wird viel ausgefragt, viele interessieren sich für einen, für die Geschichte, warum man hier ist und für wie lange, usw. Sie quatschen gerne! Man sollte also auch etwas aufgeschlossener neuen Personen gegenüber treten können und von sich erzählen wollen, aber auch Rückfragen stellen. Viele erzählen sehr gerne von sich selbst und man sollte sich aufrichtig interessieren und aktiv zuhören. Somit baut man garantiert einen neuen Bekanntenkreis auf und man wird schnell schon nach erstem Kennenlernen auf weitere Veranstaltungen/ Feiern/ Lunch/ Kinoabende eingeladen.

Es gibt hier unglaublich viele Nationen, was ich sehr gut finde. Menschen mit besonderem Herkunftshintergrund finde ich spannend. Dadurch lernt man neue Kulturen und Lebensweisen kennen und man selbst fühlt sich nicht als der große Fremde aus einem anderen Land, sondern ist einer von vielen.

#2 Gutes Essen

Vieles habe ich gehört, dass das Essen hier gut sein soll. Jegliche Blogs mit Top 10 Listen von Restaurants durchgeschaut und war schon wirklich sehr gespannt! Bis jetzt war ich nicht viel zum Essen ausgegangen, aber da wo ich war, war IMMER gut. Man kann sich wirklich sicher sein, dass wenn man ein Restaurant findet, welches gute Bewertungen hat, es auch gut sein wird! Die Kreativität an Gerichten ist grenzenlos und es ist immer hübsch angerichtet. Ich werde mich noch etwas auf Erkundungstour hier machen und einen separaten Eintrag dazu schreiben.

#3 Kaffeekultur

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Da wir gerade noch beim Thema Essen waren, möchte ich noch einen extra Punkt zur Kaffeekultur in Sydney schreiben. Denn diese wird hier ganz groß gelebt! Fast an jeder Ecke findet man ein Café, eine Kaffeebar, wo man einen guten Take Away Kaffee mitnehmen kann. Ich gebe zu, das ist nich gerade umweltfreundlich und wenn ich sehe, wie viele Menschen mit Take Aways rumlaufen, kann man die Müllberge von Kaffeebechern schon etwas erahnen… Aber das ist ein anderes Thema für sich…
Die Australier sind Kaffeeliebhaber und haben einen hohen Anspruch an Qualität. Jede Kaffeebar hat eine professionelle italienische Maschine und der Kaffee mit seinem intensiven Geschmack ist sehr lecker. Mein Favorit ist der Soy Flat White. Ein starker Milchkaffee, mit 1/3 Kaffee und 2/3 Sojamilch. Da muss ein Becher am Tag einfach drin sein! Die Cafés schauen dazu immer sehr hübsch aus. Das Design ist meist sehr durchdacht im rustikal/ modernen Stil. Oft kann man sich eine kleine Leckerei, wie einen Brownie oder anders Gebäck dazu kaufen.

#4 Langsamkeit

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Hier ist das Leben weniger hektisch, auch wenn es auf erstem Augenblick nicht so wirkt in der Großstadt mit viel Verkehr und vielen Menschen. Die Arbeitstage fangen bei vielen etwas später an. Es wird nicht erwartet, dass man pünktlich um z.B. 8 Uhr im Büro ist. Alles zwischen 8 und 11 Uhr ist möglich. Schon das allein nimmt viel Druck weg. Man kann den Morgen langsam angehen lassen und ist schon dadurch viel entspannter.

Alles ist etwas langsamer, ob Supermarktkasse, Kaffeebestellung, Snackzubereitung. Man nutzt die Zeit für einen kurzen Smalltalk, schnell gewöhnt man sich an das typische “Hey, how are you” und fängt das Quatschen mit dem Servicepersonal an.

Ein ander Fall sind die öffentliche Verkehrsmittel, insbesondere der Bus. Wenn dieser Verspätung hat, was hier üblich ist, regt sich niemand auf. Keiner beschuldigt den Busfahrer oder schaut genervt. Es ist nun mal so, was soll man seine Energie daran verschwenden?! Dies fiel mir am Anfang wirklich schwer. Ich war morgens sehr gestresst, wenn ich mich auf dem Weg zur Arbeit befand und der Bus kam 15 Minuten zu spät. Ich habe mich geärgert 15 Minuten rumzustehen und mit Warten zu verbringen. In diesen 15 Minuten hätte ich doch schon so weit sein können! Irgendwann habe ich es lockerer  gesehen. Ich schaue auf der Live- View App, ob der Bus zu spät kommt. Falls ja, nutze ich diese Zeit und laufe schon mal zur nächsten Bushaltestelle. Oder ich setze mich auf die Bank und lese Nachrichten, Blogposts, usw. Die Zeit wird einem geschenkt, man kann runterkommen, sich mit sich selbst beschäftigen. Das sehe ich (meistens) als positiv an.

#5 Öffnungszeiten

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In der ersten Woche viel mir auf, dass kleinere Geschäfte schon um 18 Uhr dicht machen. Also eigentlich genau zu der Zeit, wenn ich nach Hause gehe. Doch schnell hatte ich rausgefunden, dass die Supermärkte und Drogerien doch noch längere Öffnungszeiten haben. Das Beste ist aber, dass sie auch an Sonntagen und Feiertagen offen haben. Diese Ruhetage sind hier ein Fremdwort. Mann kann also am Sonntagmorgen um 8 Uhr schon im ALDI stehen und seinen Trolley mit Lebensmitteln füllen, oder man geht um 10 Uhr ins Westfield Shoppingcenter und kann um 12 Uhr mit geleertem Geldbeutel schon wieder nach Hause gehen. Hehe. In diesem Bereich gibt es also keine Einschränkungen, was wirklich sehr bequem ist, wenn man unter der Woche erst gegen 19Uhr nach Hause kommt.

#6 Online sein

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Wenn man neu in einem Land ankommt und hier einige Zeit verbringen möchte, gibt es vieles was man organisieren muss, wie zum Beispiel Eröffnung eines Bankkontos, Beantragung einer Steuernummer, Krankenversicherung, usw. Das Gute ist, man kann die meisten dieser Punkte online und sogar von Europa aus erledigen! Es ist ziemlich barrierefrei und wie ich finde sehr praktisch. Man kann sich in aller Ruhe auf der Webseite der unterschiedlichen Anbieter einlesen, kann vieles per Email erledigen und muss nicht persönlich Antwort und Rede stehen. Was einem viel Druck nimmt, denn am Anfang mag man der englischen Sprache noch nicht so mächtig sein. Auch ist es ein gutes Gefühl hier anzukommen und schon manche Sachen organisiert zu wissen.
Im nächsten Post zähle ich die Punkte auf, um die ich mich in den ersten paar Wochen gekümmert habe und gebe euch ein paar Tipps und Hintergrundinformationen! Das Thema ist einen eigenen Blogpost wert (Update: Hier ist der Link zum nächsten Post).

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